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Diamanten

Diamanten

Die Kriterien eines Diamanten

Diamanten, die wertvollsten Edelsteine auf der Erde, entstehen typischerweise in Tiefen zwischen 150 und 660 Kilometern und bei Temperaturen von 1.200 bis 1.400 Grad Celsius. Dies dauert eine halbe Ewigkeit und da Diamanten aus reinem Kohlenstoff, der härtesten Substanz der Erde bestehen, werden sie wahrscheinlich auch die andere Hälfte der Ewigkeit überdauern. Gerade deshalb ist ein Diamant der wohl schönste Liebesbeweis, den man verschenken kann.

Jeder Diamant hat seine Identität, die sich aus den vier C ergibt: Cut, Colour, Clarity und Carat. Diese werden bei CHRIST in Form eines Zertifikates offiziell dokumentiert und machen - zusammen mit unserer handwerklichen Tradition "Made in Germany" - Ihr Schmuckstück zu einem einmaligen Juwel.

   Cut oder Schliff
  

Der Schliff (CUT)

Der Schliff eines Diamanten ist für seinen Wert von entscheidender Bedeutung. Denn je exakter der Schliff, desto exzellenter ist die Kraft – das Funkeln und Feuer – des Diamanten. Bei einem wohlproportionierten Schliff wird das Licht optimal von Facette zu Facette gebrochen und durch das Oberteil gebündelt reflektiert. Nur ein Diamant, bei dem alle Facetten im richtigen Winkel stehen (optimale Schliffproportion), erreicht höchste Brillanz. Die wohl bekannteste Schliffform ist der Brillantschliff. Aber auch andere Schliffe, wie beispielsweise der Princess-Cut, erfreuen sich großer Beliebtheit.

Die Farbe (COLOUR)

Die Farbe eines Diamanten – auch wenn er farblos scheint – ist ein weiteres Kriterium. Je näher der Diamant an die absolute Farblosigkeit kommt, desto seltener und wertvoller ist er. Der Mythos dieser Diamanten ist legendär. Die Natur bietet aber auch Diamanten in kräftigen Farben – fancy colours –, wobei Rot und Blau sehr selten sind. Die Farbskala bei den Diamanten reicht von "hochfeines Weiß" über "Weiß" bis zum "getönten Weiß"
 Colour oder Farbe

 Clarity oder Reinheit

  

Die Reinheit (CLARITY)

Die Reinheit ist wohl das bekannteste Merkmal zur Klassifizierung eines Diamanten. Diamanten in höchster Perfektion sind eine Rarität. Anzahl, Größe und Position der Einschlüsse sind für die Reinheit und den Wert des Diamanten entscheidend. Lupenreine – höchst seltene – Diamanten zeigen dem Fachmann auch bei 10-facher Vergrößerung keinerlei Einschlüsse. Die Einteilungen bei der Reinheit eines Diamanten sind:
  • • lupenrein (IF)
  • • winzige Einschlüsse (WS1-WS2)
  • • sehr kleine Einschlüsse (VS1 - VS2)
  • • kleine Einschlüsse (SI1-SI2) und
  • • deutliche Einschlüsse (Piqué 1-3).

Das Gewicht (CARAT)

Das Gewicht eines Diamanten wird in Karat (CT) gemessen. Der Begriff Karat geht auf eine natürliche Maßeinheit zurück, den Samen des Johannisbrotbaumes. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Je größer, desto seltener und damit wertvoller ist der Stein. Ein „Halbkaräter“ im Brillantschliff gehört mit 5,1 Millimeter Durchmesser bereits zu den eher großen Schmuckdiamanten Ein Karat ist in 100 Punkte aufgeteilt. So entspricht ein Diamant mit 25 Punkten einem Gewicht von 0,25 Karat. Der größte geschliffene Diamant  – der Stern von Afrika – besitzt 530,20 Karat und ist das Glanzstück der britischen Kronjuwelen.
 Carat oder Gewicht

Die Kunst des Edelsteinfassens

Doch bis so ein Meisterwerk der Juwelierkunst ans Handgelenk gelangt, ist es ein weiter, vor allem diffiziler Weg. Denn das Edelsteinfassen ist eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe, die von Spezialisten mit einer entsprechenden Ausbildung ausgeführt wird (Edelsteinfasser ist ein anerkannter Ausbildungsberuf). Das Handwerk des Steinsetzers verlangt Präzision, Geduld und vor allem eine gute Feinmotorik. Während Juweliere normalerweise mit einer Lupe oder einem Vergrößerungsglas arbeiten, verwenden Edelsteinfasser beim Diamantensetzen Mikroskope oder besonders starke Binokulare. Das Bohren kleinster Vertiefungen im Gehäuse für die einzelnen Diamanten erfordert besonderes Geschickt, und auch das gleichmäßige Einlassen der Diamanten ins Gehäuse ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Berühmte Diamanten

Koh-i-Nor

Der farblose, knapp 110 karätige und aus Indien stammende Diamant, hat die älteste und legendenreichste Geschichte unter den Diamanten. Nachdem Delhi 1739 von den Persern erobert wurde, versteckte der ehemalige Machthaber einer Legende nach den Diamanten in seinem überdimensionalen Turban. Doch eine seiner Haremsdamen verriet dem persischen Shah das wertvolle Geheimnis und dieser schlug dem Mogul einen Turbantausch vor. Im alten Indien verstand man dies als eine Geste, welche Freundschaft und Brüderlichkeit demonstrierte ‒ sie konnte unmöglich abgelehnt werden. Und so wechselte er erstmals den Besitzer. Doch der Shah hatte sich über seinen wertvollen Besitz zu früh gefreut: Kurz danach wurde er ermordet und sein Sohn starb, als er den Diamanten beschützen wollte. Auch die nachfolgenden männlichen Besitzer wurden von einem ähnlichen Schicksal heimgesucht. Nur gut, dass Frauen nicht von dem Fluch betroffen sind. Heute ist er Teil der Krone der Königsmutter ‒ und damit sicher im Besitz des schönen Geschlechts.
  diamantenbild
  

Hope-Diamant

Zwar trägt der 45 Karat schwere und blau schimmernde Diamant den vielversprechenden Namen Hope, doch scheint auch hier sein Besitz nichts Gutes zu bringen. Einer Legende nach gehörte er ursprünglich zu einer Statue der indischen Göttin Visnu. Doch wurde er verkauft und alsbald der Diamant Indien verließ, wurde sein ehemaliger Verkäufer wie auch sein derzeitiger Besitzer vom Unglück heimgesucht. Der französische König Ludwig XV starb an Pocken, die Regentschaft von Ludwig XVI und seiner Frau Marie Antoinette endete jäh mit der französischen Revolution und einer seiner späteren Besitzer kaufte sich neben dem blauen Stein auch ein Ticket für die Titanic. Nichts als Pech also ‒ und damit kein Diamant, den man unbedingt haben sollte.

 

Der Orlow-Diamant

Nicht besser erging es jenen mit dem 189,62-karätigen grünlich-grauen Orlow-Diamanten. Gestohlen von einer Statue der indischen Gottheit Brahma gelangte er über Umwege zu dem Fürsten Grigorio Grigorjewitsch Orlow, dem Namensgeber des wertvollen Steins. Dieser versuchte damit die Zarin Katharina die Große zu beeindrucken, was ihm aber nicht gelang. Stattdessen nahm sie den Stein und machte ihn zum Teil des russischen goldenen Zepters. Keine gute Idee, denn einer Legende nach wurde auch dieser Stein verflucht und, so die Meinung vieler, dieser Fluch war schuld an vielen Mordanschlägen auf das russische Zarenhaus. Trotzdem blieb er in russischem Besitz.

 

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