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Echtschmuck erkennen und pflegen

24. Februar 2020

Ein bestimmter Anlass, eine gemeinsame Erinnerung oder einfach nur der Wunsch, sich selbst etwas Gutes zu tun. Es gibt viele Gründe, sich für ein Schmuckstück mit wahrem Wert zu entscheiden. Doch woran erkennt man ein echtes Schmuckstück? Wir verraten Ihnen, was zu berücksichtigen ist und geben Ihnen wertvolle Tipps für die Schmuckpflege, damit Sie sich möglichst lange an Ihren Kostbarkeiten erfreuen können.

Ob es sich um Echtschmuck handelt, erkennen Sie in erster Linie an der Beschreibung. Jeder Artikel ist mit den gängigen Merkmalen wie Material, Steinbesatz und Preis ausgezeichnet. Die Echtheit lässt sich darüber hinaus bei Edelmetallen in der Regel anhand des Punzierungsstempels erkennen. Rückseitig bzw. auf der Innenseite des Schmuckstücks zeigt sich eine Gravur der Legierung, wie zum Beispiel „585“, was für den Reingehalt des Feingoldes steht (585 von 1000). Bei einem Edelstein wie dem Brillanten sind zudem die Qualitätskriterien (Karat, Farbe, Einschlüsse) graviert. Für hochwertige Brillantschmuckstücke erhalten Sie bei uns ein Echtheits-Zertifikat.

Diamant-, Gold- und Perlschmuck - die Klassiker der Juwelierskunst

Echtschmuck kann in vielen Farben und Formen daherkommen. Zu den absoluten Klassikern zählen hochwertiger Goldschmuck und mit auffälligen Edelsteinen oder Perlen versehene Schmuckkreationen. Mit schlichtem Gold liegen Sie immer goldrichtig: Es ist ein glänzender Alltagsbegleiter, der zu absolut allem passt. Mit Edelsteinen können Sie je nach Farbe, Größe oder Schliff natürlich Statements setzen. Perlen eignen sich für Schmuckstücke in den verschiedensten Variationen: Als beliebte Klassiker gelten Ketten- und Ohrschmuck. Dabei kommen die Preziosen besonders in Kombination mit Gelb- oder Weißgold zur Geltung.

Echtschmuck ist - im Vergleich zum normalen Modeschmuck - wesentlich länger haltbar und wird mit der richtigen Schmuckpflege zum treuen Alltagsbegleiter. Neben dem beständigen Glanz, zeichnen sich die Edelmetalle in ihrer reinsten Form auch durch eine besondere Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen aus. Außerdem haben Edelmetalle wie Silber, Gold und Platin den Vorteil, weniger Allergien auszulösen. Auch unser Edelstahlschmuck ist hochwertig verarbeitet und für sensible Schmuckträger geeignet.

Schmuckpflege: Das müssen Sie bei Echtschmuck beachten

Auch bei Verwendung hochwertiger Materialien und detailgenauer handwerklicher Verarbeitung kann Echtschmuck Anlaufen oder Verschmutzen und einer Auffrischung bedürfen. Hierzu gibt es vielfältige Möglichkeiten. Ein Rat vom Juwelier ist oft zu empfehlen, wenn Unsicherheiten bestehen. Im Bedarfsfall kann auch ein fachgerechter Service in einer unserer Werkstätten beauftragt werden. Dies geht übrigens auch online! Vor jeder Reinigung und Aufarbeitung die man selbst vornimmt, sollte man sich sicher über den beabsichtigten Zweck sein. Ist der Schmuck angelaufen oder nur verschmutzt oder eventuell beides? Sind im Schmuck empfindliche Materialien enthalten, die besonderer Beachtung bedürfen und wie sind diese Materialien befestigt?

Edelmetalle reinigen - so geht's

Durch normales Tragen kommt unser Schmuck mit vielen Einflüssen in Berührung. Schmutz und Staub aus der Luft, Cremes und Kosmetika und auch Fasern von unserer Kleidung können so unserem Schmuck anhaften und sollten dann möglichst schonend entfernt werden. Hierzu eignet sich ein weiches Schmucktuch (kein Poliertuch) und eventuell handwarmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel (zur Lösung von fetthaltigen Rückständen eine weiche Zahnbürste). Brillantschmuck lässt sich so beispielsweise sehr gut reinigen.

Vorsicht ist geboten bei allen empfindlichen Materialien wie Perl-, Korall- und Bernsteinschmuck, empfindlichen Edelsteinen wie Smaragd, Jade und allen strukturierten oder rissigen Edelsteinen. Perlen werden fast immer mit speziellen Klebern befestigt oder auf speziellen Seidenfäden aufgezogen. Beide Verbindungstechniken dürfen nicht feucht werden, um dauerhaften Halt zu gewährleisten.

Was bedeutet 'Anlaufen' und was ist zu tun?

Als Anlaufen wird der Prozess einer Reaktion unseres Schmucks mit seiner Umgebung bezeichnet, die ihn dunkler aussehen lässt. Es reagiert nicht das Edelmetall selbst, sondern meist die zur Verarbeitung notwendigerweise beigefügten Zusatzmetalle. Daraus resultiert, dass eine hohe Edelmetall-Legierung wie beispielsweise 750er Gold oder auch 925er Silber weniger bis gar nicht zum Anlaufen neigt, als eine Legierung wie 333er Gold oder das früher häufig verwendete 835er Silber. Substanzen wie Schwefel in Kosmetik und Creme, Kleber in Kunststoffen sowie Chlor im Schwimmbad und Salz im Meerwasser verursachen diesen Prozess. 

Legierungen von denen bekannt ist, dass diese Anlaufen können, werden mit speziellen Behandlungen und Beschichtungen davor geschützt. Ist die Schutzschicht durch längere Nutzung oder starken Umwelteinfluss verbraucht, kann die angelaufene Schicht entfernt werden. Dieses Entfernen ist zu Hause durch Poliertücher oder spezielle Reinigungstücher und Bäder möglich.

Ein paar kleine Tipps zum Schluss:

Fast alle unsere Silber- und Weißgoldschmuckstücke sind mit einer dünnen Rhodiumschicht vor dem Anlaufen geschützt. Rhodium als Metall der Platingruppe gibt ihrem Schmuckstück den unverwechselbaren weißen Glanz. Rhodium läuft nicht an, trägt sich aber im Laufe der Nutzung an den belasteten Stellen durch, es wird abgerieben. Das darunter liegende Edelmetall kann nun anlaufen. Ein übermäßig langes Verweilen eines solchen Schmuckstückes im Reinigungsbad schädigt die noch vorhandene Schutzschicht. Angelaufene Schmuckstücke aus gelben und roséfarbigen Goldlegierungen werden schnell ihren Glanz zurückerhalten. Lässt man die zu reinigenden Stücke zu lange im Reinigungsbad, schädigt man den Schmuck und erreicht das Gegenteil. Bitte unbedingt an die vorgegebenen Zeiten halten! Nach jedem Reinigungsvorgang muss das Schmuckstück mit klarem Wasser abgespült und gut getrocknet werden.

Aufbewahrung Ihrer Lieblingsstücke

 Ihr Echtschmuck wurde mit viel Liebe und Können von erfahrenen Spezialisten hergestellt. Bevor er seinen Weg zu Ihnen gefunden hat, haben sich unzählige Schmuckschaffende um ihn bemüht. Qualität, Preis und Werthaltigkeit sollen schließlich stimmen. Damit sich all das gelohnt hat und Sie lange Freude an Ihrem Schmuck haben, sollte auch der späteren Aufbewahrung einige Aufmerksamkeit geschenkt werden.

So unterschiedlich die Schmuckmetalle und Edelsteine sind, so unterschiedlich empfindlich sind diese. Eigenschaften der Härte, Kratz- und Stoßempfindlichkeit weichen zum Teil sehr voneinander ab. Deshalb sollte man Schmuckstücke auch immer einzeln und getrennt voneinander -in einer Schmuckschatulle oder Box- aufbewahren. Das hochwertige Lieblingsstück sollte besser einzeln geschützt sein, zum Beispiel in Beuteln oder Tüchern aus Baumwolle. Oft lösen sich aus Kunststoffen, Klebern und anderen Materialien noch Stoffe aus, die Schmuck zum Anlaufen bringen können. Unsere Aufbewahrungsboxen sind auf ihre Materialien und Verarbeitung geprüft und zugleich ein schmucker Hingucker.

 

Zeitlose, echte Schmuckklassiker sind eine Investition in wahre Werte, die es zu pflegen und schützen gilt. Viel Freude wünschen wir Ihnen mit Ihrem Echtschmuck!